Taschenparkuhr den Weg geebnet 21.02.2007 derpatriot.de

VON ECKHARD HEIENBROK

PARK-O-PIN: Verkehrsexperten aus Bund und Ländern machen aus der Ausnahme die Regel. 500 Lippstädter nutzen das Mitte 2005 eingeführte System – deutlich weniger als erhofft

LIPPSTADT | Die Kunden sind „sehr zufrieden“, wie Jutta Kleegräfe von der Stadt gestern sagte, und technische Probleme gebe es auch keine: Seit Mitte 2005 können Lippstädter die Parkgebühren mittels „PARK-O-PIN“ begleichen. 500 Bürger machen von der elektronischen Parkuhr Gebrauch. Jetzt hat der „Bund-Länder-Fachausschuss Straßenverkehrsordnung“ der Taschenparkuhr auch rechtlich den Weg geebnet. Mit „PARK-O-PIN“ ist eine minutengenaue Abrechnung der Parkgebühren möglich.

Auch die Suche nach Kleingeld entfalle, ebenso die Bindung an eine vorgegebene Parkzeit. Lippstadt habe eine Vorreiterrolle für dieses System übernommen, wie es seitens der Stadt heißt. Grundlage war eine Ausnahme zur Straßenverkehrsordnung, die den Einsatz solcher Taschenparkuhren erlaubt. Aufgrund der, wie die Stadt mitteilte, „guten Erfahrungen mit alternativen Parksystemen wie der Taschenparkuhr PARK-O-PIN“ sprachen sich Experten aus Bund und Ländern jetzt einstimmig dafür aus, diese Regelungen dauerhaft in die Straßenverkehrsordnung aufzunehmen.

Die Nutzer können nun, so die Stadt, darauf hoffen, dass eine höhere Flächendichte gerade auch bei den Nachbarkommunen erreicht und damit der Nutzen des Systems „deutlich erhöht“ wird.
Die Zahl der Nutzer ist in Lippstadt seit einem Jahr konstant – und bleibt damit deutlich hinter den Erwartungen zurück. Beim Start war mit bis zu 2000 PARK-O-PIN-Nutzern bis Ende 2005 gerechnet worden.

www.park-o-pin.de